[112] Tag 9 – Vieles was man hörte stimmt

Donnerstag, 7. Mai 2026

Das Wichtigste nach den letzten drei Nächten auf der geschwätzigen Norröna war: Ausschlafen! Das haben wir an diesem Morgen alle gemacht und wirklich genossen. Das eigene Bett ist doch was Anderes als das auf der Fähre!

Heute wollen wir so langsam in den Urlaub einsteigen und die erste kleine Wasserfallwanderung starten. Wo machen wir das? Na klar, an der kleinen Sporthalle der Schule des Ortes Reyðarfjörður.

Die „kleine Sporthalle“ von Reyðarfjörður

Von der Halle folgten wir dem Weg ein wenig die Straße herunter und dann zum Bach. Dort führte ein schmaler Fußweg direkt an der kleinen Schlucht entlang bis zu einer kleinen Brücke, die wir überquerten. Der Weg entfernte sich dann ein wenig vom Bach und führte durch ständig wechselnde Landschaft – zunächst ein junges Bergkiefern- und Lärchenwäldchen, dann Strauch- und schließlich Grasland, alles auf sehr torfigem Untergrund.

Auf dem (Uma)Weg zum Wasserfalls

Dann ging’s oberhalb des Wasserfalls wieder über eine kleine Brücke und auf der anderen Seite des Bachs wieder bergab. Dann zeigte sich endlich der Wasserfall – nicht riesig, aber schön – und immer in dieser tollen Kulisse mit den schneebedeckten Bergen!

Wieder im Ort haben wir die Sprinter geentert und uns auf den Weg nach Neskaupstaður gemacht. Dort sollte es angeblich einen tollen Ausblick durch den Fjord auf den Atlantik geben – und einen offenen Campingplatz.

Der Wasserfall Búðararfoss

Auf dem Weg haben wir dann einen Zwischenstopp fürs Frühstück an einem tollen Aussichtspunkt gemacht.

Blick zum Atlantik

Gute 8 km ging es im Tunnel durch den Berg zum nächsten Fjord und dann waren wir bald auch schon in Neskaupstaður. Doch wo ist der Campingplatz? Zunächst sind wir der Beschilderung nachgefahren, die sich bald darauf verlor. Umgedreht erkannten wir, dass der Campingplatz gesperrt ist – diese Gerüchte lasen wir schon irgendwo online, dass im Zuge des Lawinenschutzbaus der Campingplatz ebenfalls überabeitet wird und so lange geschlossen ist. Eine weitere Suche nach offizieller Wegbeschreibung des Betreibers führte auf einen Feldweg. Manchmal sollte man Apple Maps einfach trauen – dort war der Ausweichpkatz korrekt verortet: ganz am Ortsende ist ein PKW-Parkplatz und davor ist eine große Wiese, die von der Stadt mit Stromanschlüssen ausgestattet wurde und als kostenloser Campingplatz genutzt werden darf. Am Parkplatz gibt es beheizte Toiletten.

Der kostenlose Campingplatz der Gemeinde Neskaupstaður

Wir haben unsere Vans dann in Windrichtung auf die Wiese gestellt, Strom angeschlossen und dann ein Heissgetränk genossen.

Páskahellir

Dann ging’s einen ausgeschilderten Weg an der Küste entlang bis zu einem Uferabschnitt, der per Treppen erreichbar war und eine große Auswaschung des Ufers zeigte – wirklich beeindruckend, was das Wasser da aus dem Fels gewaschen hat!

Blick vom Páskahellir über die gegenüberliegende Landspitze in Richtung Osten auf den Atlantik

Wir haben die Ausblicke genossen und sahen dann am Horizont die Norröna in Richtung Färöer abdampfen. Zurück im Van haben wir eine Reispfanne mit Omelette gemacht und danach ging es ans Schreiben der letzten drei Tage Reisebericht. Jetzt ist es kurz nach 2 nachts und wir wollen um 8 Uhr aufbrechen. Ich muss dringend ins Bett 🙂

letzte Sonnenstrahlen über dem Campingplatz
  • Entfernung: 43 km
  • Fahrzeit: 1:09 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 12,5 l/100 km

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