Dienstag, 5. Mai 2026
Das frühe Aufstehen fiel heute nicht schwer, da die Kabinenwand wieder sehr mitteilsam war.
Um kurz nach 6 Uhr morgens kommen die Färöer in Sicht – also ab auf Deck! Die Färöer zeigen sich dem Schiffbrüchigen recht trutzig, denn sie fallen sehr steil zum Wasser ab – zum Glück gehören wir nicht zu den Betroffenen 😉

Es ist frisch, die Berge zeigen ab etwa 100 m Höhe über dem Meer Schnee – na, das wird ja was werden!

Pünktlich um 7:30 legen wir in Tórshavn an und bewegen uns so langsam zum Anleger und verlassen das Schiff zu Fuß. Wir machen einen kleinen Rundgang, den wir direkt neben dem Hafen im Regierungsviertel starten. Da können sich die deutschen Regierungsgebäude eine Scheibe abschneiden – die Färöer haben ihre Ministerien in wunderschönen alten Häusern angesiedelt.

Nach dem Regierungsviertel gehen wir über den Hafen und den Universitätscampus zur Vesturkirkjan, einer 1975 geweihten Kirche in Tórshavn, die mit ihren knapp 41 m Höhe das höchste Gebäude des Landes ist.

Nun hatten wir vor, uns ein Café zu suchen, doch leider sind die in Tórshavn nicht auf die Touristen der Norröna eingestellt. Das einzige um 9:00 Uhr offene Café war bereits übervoll, als wir um 9:05 dort ankamen.
Also zurück zum Schiff und dort in der Panoramabar auf dem obersten Deck ein Heissgetränk zu uns genommen. Danach noch kurz einen kleinen Spaziergang zur angrenzenden Festungsanlage und dem Leuchtturm genommen, bevor es durch das angrenzende Stadtviertel zurück an Bord ging.

Um 13:00 Uhr legte die Norröna dann wieder ab – die letzte Etappe der Reise nach Island startete. Der Kapitän begrüßte die neu hinzugekommenen Fahrgäste und erläuterte kurz den kommenden Teil der Reise mit den zu erwartenden Bedingungen: bis zu 3,5 m Welle und 4-6 Windstärken.

Wir fuhren nach dem Ablegen dann etwa 2 Stunden durch die Färöer Inseln – eine sagenhafte und sich ständig wandelnde Kulisse. Kaum aus den Inseln rausgefahren merken wir den stärkeren Seegang – und eine steife Brise.

Ein kleiner Mittagsschlaf und ich wache gerade rechtzeitig für das Abendbuffet im Restaurant auf. Das war wieder sehr lecker – glücklicherweise habe ich mich diesmal etwas zurückgehalten und habe mich nicht so überfressen gefühlt wie gestern.

Nach dem Absacker gab’s noch einen Absacken auf der Kabine von Angela und Ulf – und dann ging’s ab ins Bett.