[111] Tag 8 – Ankunft auf Island!

Mittwoch, 6. Mai 2026

Island kommt in Sicht – um kurz nach 7 morgens war ich an Deck. Warum so früh? Weil die Wand mich wieder so sehr besprochen hat, dass ich flüchten musste. Sehr weiss sieht es von weitem aus.

Island in Sicht!

Pünktlich kurz vor Ankunft setzte dann wieder Schneefall ein. Der Kapitän wies dann auch in seiner Abschiedsansprache darauf hin, dass die Straßen im Inland verschneit seien und wir entsprechend vorsichtig und angepasst fahren sollten.

Das Städtchen Seyðisfjörður

Im Unterschied zu den Fahrten mit der Stena Line wurde hier auf der Norröne schon kurz bevor wir angelegt hatten das Fahrzeugdeck geöffnet. Dadurch entspannte sich die Situation deutlich. Wir sind dann erst nach dem Anlagen zu den Kabinen gegangen, haben unsere Sachen genommen und zurück zu den Autos gegangen. Alles war gut – die Batterien noch ausreichend voll und die Kühlschränke problemlos durchgelaufen.

Dann erstmal notdürftig die Sachen verstaut und uns bereit gemacht, die Fähre zu verlassen. Da wir die letzten in der Reihe waren hat das Ganze ein wenig gedauert. Da es an dieser Stelle auf dem Fahrzeugdeck etwas eng zuging habe ich mir das Wenden erspart und bin die Schiffslänge rückwärts zur Rampe gefahren. Das ist definitiv bei einem „nur-Heckrampen-Schiff“ ein klein wenig weniger komfortabel als auf den Stena-Fähren, die Bug- und Heckrampen besitzen.

Sieht aus wie vor drei Tagen 🙂

Wir durften uns dann im Hafengebiet noch kurz aufreihen für die Pass- und Zollkontrolle, die allerdings die meisten Fahrzeuge einfach durchwinken – eine der Zöllnerinnen stand da kurzärmelig (zur Erinnerung: es hat geschneit!). Wir durften ebenfalls einfach durchfahren – prima!

Wir wollten gleich volltanken, haben aber aufgrund der langen Schlange an der Tankstelle entschieden, zunächst die knapp 30 km nach Egilsstaðir zu fahren und die ersten Einkäufe auf Island im Netto zu erledigen.

Wenig zu sehen – so wenig, dass die Kamera nicht scharfstellen konnte …

Der Weg nach Egilsstaðir führt über einen kleinen Pass – die Straße war im Wesentlichen geräumt, hatte aber einige verschneite Abschnitte und führte durch ein Winter-Wunderland.

Wir haben den Campingplatz auf Anordnung eröffnet – und sind zu diesem Zeitpunkt die einzigen dort.

Beim Netto angekommen waren wir doch ein wenig überrascht, dass die Preise zum Teil doch deutlich über den von uns gewohnten liegen.

Imposante Kulisse auf dem kleinen Spaziergang zum Ort

Da wir im Netto nicht alles Gewünschte bekommen hatten, sind wir 200 m weiter zum „Bonus“ Supermarkt gefahren. Der war zum Teil deutlich günstiger und hatte auch bessere Auswahl. Da haben wir dann die restlichen Dinge gekauft und suchten direkt vor dem Laden die Tankstelle auf. Normalerweise ist Island in Bezug auf Kraftstoffpreise recht führend in Europa – doch hier haben wir jetzt für umgerechnet 1,80 €/l getankt – an dem Tag lagen die Preise Zuhause bei etwa 2 €/l.

Blick über den kleinen See, den dahinter liegenden Campingplatz in Richtung Landesinneres.

Wir sind dann weiter nach Reyðarfjörður auf den dortigen Campingplatz gefahren, auf dem bereits ein deutscher Camper stand. Wie wir feststellten auf dem einzigen nicht abgesperrten Stellplatz und an einer Stromsäule. Allerdings hatte er so geparkt, dass wir uns nicht herankuscheln konnten.

Die erste selbstgemachte heiße Schokolade im Urlaub

Im Häuschen fanden sich Toiletten, Duschen, ein Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile und ein Waschraum. Im Aushang war beschrieben, wie zu buchen ist – via Website. Allerdings waren alle weiteren Stellplätze mit einer Leine abgesperrt. Ich habe dann unter der angegebenen Telefonnummer angerufen und gefragt, ob wir übernachten dürfen und bekam zur Antwort, dass der Platz geöffnet sei. Von der Absperrung wusste sie nichts, daher haben wir sie auf Ihren Hinweis hin entfernt und uns einen halbwegs ebenen Platz mit Stromsäule gesichert.

Abendlicher Blick um 20:15 vom Campingplatz aus

Ein Spaziergang in den nahegelegenen Ort brachte uns viele neue Eindrücke der Gegend und eine Landkarte von Island aus dem örtlichen Angel- und Freizeitshop.

Die kleine Holzkirche – sie war offen, beheizt, beleuchtet – klasse!

In der Küche haben wir dann unser Abendessen zubereitet und es kamen immer mehr Camper hinzu, die allesamt Probleme mit dem Buchen des Platzes hatte, der sich aber immer weiter füllte.

Wow 🙂

Nach dem Essen haben wir einen kleinen Verdauungspaziergang zu der interessanten kleinen Holzkirche oberhalb des Campingplatzes und noch weiter nach oben gemacht.

Es wurde voller …
  • Entfernung: 59 km
  • Fahrzeit: 1:37 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 36 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 15,4 l/100 km

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