[114] Tag 11 – SONNE!

Samstag, 9. Mai 2026

Heute hiess es Ausschlafen! Um etwa 8 Uhr bin ich im Sprinter unter die Dusche gesprungen und habe mich fertig gemacht. Nach dem obligatorischen Heißgetränk dann die Sprinter abreisefertig gemacht – Ulf hat sein Stromkabel eingesammelt, ich die Frischwasser-/Abwasser-Falttanks eingepackt.

Heißgetränk-Zubereitung auf dem Campingplatz Berunes

Dann sind wir gegen 10 Uhr aufgebrochen und nach Verlassen des Campingplatzes wieder auf die Ringstraße abgebogen.Fast perfektes Wetter heute – zwar immer noch etwas kalt und windig, aber perfekter blauer Himmel mit ein paar auflockernden Wölkchen – super!

Wir verlassen den Campingplatz und haben unser Ziel direkt voraus in Sicht – allerdings ist ein bisschen Wasser zwischen uns …

In Djúpivogur haben wir einen Stopp eingelegt, unsere Sprinter in der Nähe des Hafens auf einem riesigen freien Parkplatz abgestellt und die Gegend erkundet. Direkt im Hafen entlang der Hafenmauer befindet sich das Kunstwerk „Eggin í Gleðivík“. Warum das ausgerechnet im weniger hübschen Hafenbereich platziert wurde und nicht mehr in der Ortsmitte, erschliesst sich uns nicht. Es handelt sich um die überdimensionale Nachbildung von 34 Vogeleiern, die die 34 in der Umgebung nistenden Vogelarten darstellen.

Immer das gleiche schwarze Auto im Rückspiegel …

Vom Hafen aus verläuft der Fußweg zum Leuchtturm, der etwas vorgelagert auf Klippen thront. Der Fußweg startet an mehreren alten großen Blechsilos, welche nicht mehr in Betrieb sind. Eines davon ist über einen Fußweg gut zugänglich gemacht und mit relativ neuen Türgriffen versehen. Dunkel da drin – aber eine ganz eigentümliche Stimmung. Der Wind verursacht ein gewisses Singen und das Klopfen an die Blechwand macht interessante Geräusche und Echos.

In Djúpivogur auf dem Parkplatz

Der Weg zum Leuchtturm war alles andere als gut erkennbar und wir fühlten uns irgendwie falsch – es erweckte den Eindruck, als würden wir ein Vogelschutzgebiet durchschreiten und brütende Vögel stören. Wir brachen den Weg zum Leuchtturm dann vorzeitig ab. Anstatt dann auf dem von Gebäuden umschlossenen Parkplatz zu frühstücken, sind wir auf einen kleinen Rastplatz vor dem Ort gefahren und haben dort gemütlich unser Frühstück eingenommen.

Auf dem weiteren Weg zu unserem heutigen Campingplatz fielen links unterhalb der Straße auf einem Parkplatz stehende Vans auf – wo mehrere stehen wird vermutlich was Interessantes zu sehen sein. Wir sind da auf diesen Parkplatz abgebogen – recht steil ging’s runter. Dort angekommen haben wir die Kameras ausgepackt und sind ein bisschen auf Vogeljagd gegangen. Die Umgebung ist sooo spannend – die Berge im Hintergrund, der Strand, die Felsen und Felsformationen – Wahnsinn!

Am Strand sind wir dann einige Schritte bis zum anderen Ende gelaufen, in dem ein Fenster im Fels leuchtete und unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Mini-Rinnsal vorbei, welches einen kurzen Abschnitt der Steilküste in ein leuchtendes Moosgrün verwandelte.

Von dort aus haben wir dann die letzten Kilometer zum heutigen Campingplatz Stafafell Nature Park Camping zurückgelegt. Der Campingplatz ist ganz schön gelegen, weist allerdings aber kaum Annehmlichkeiten für nicht autarke Camper auf: Die Dusche ist in erbärmlichem Zustand sowohl was Sauberkeit als auch Funktion der Duschwand anbetrifft, die Gemeinschaftsküche hat den Namen kaum verdient, es handelt sich um eine halb offene Holzbaracke, die als Lagerplatz für allerlei Gerümpel dient und auf einem windschiefen Bord an der Rückwand einen gammeligen Zwei-Platten-Kocher beinhaltet.

Damit war die Entscheidung, bei mir im Sprinter zu kochen, schnell getroffen. Ulf hat Erbsen-Mais-Gemüse und Fischfrikadellen gemacht, ich habe die in Island am Mittwoch gekauften Tiefkühl-Pommes in die Heißluftfritteuse gepackt. Leider waren die Pommes offensichtlich nicht Heißluft-geeignet, jedenfalls sind sie trotz doppelter Garzeit nicht knusprig und lecker geworden. Schade.

Nach dem Essen haben wir uns so langsam auf den Weg ins Bett gemacht – ich noch mit ein paar Stunden Zwischenstopp am Rechner für den Reisebericht. Gute Nacht!

  • Entfernung: 104 km
  • Fahrzeit: 2:10 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 12,0 l/100 km

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