Sonntag, der 10. Mai 2026

Gegen 6 Uhr wurde ich von einem leichten Schaukeln geweckt – tatsächlich rüttelte der Wind heftig am Sprinter. Zu früh zum Aufstehen, daher habe ich noch ein bisschen gelesen. Dann habe ich schnell Haare gewaschen und mir eine heiße Schokolade mit Sahne und Schokostreuseln gemacht.
Um kurz nach 10 ging es los und wir sind wieder auf die Ringstraße in Richtung Höfn eingebogen. Nach etwa 15 Minuten Fahrzeit sind wir am roten Stuhl angekommen, der da in der Landschaft steht. So spannend fanden wir es nicht, also weiter auf der Straße für wenige 100 m bis zu einem nicht näher bezeichneten Parkplatz auf der rechten Seite.

Dort sind wir dann in den Taleinschnitt entlang des Trampelpfades gelaufen hin zum ersten kleinen Wasserfall, der früher auch ein kleines Wasserkraftwerk beherbergte. Wenig spannend. Weiter ging’s den Weg in das Tal entlang des Baches. Ein paar Minuten weiter kamen wir zum nächsten kleinen Wasserfall – nicht sonderlich spektakulär, aber schön.
Wie schaut das denn aus? Kommt man da auch an das untere Ende des Falls? Wir sind wieder ein Stück den Bach hinab gelaufen und siehe da, da geht ein kleiner Pfad direkt ans Ufer und dort am Bach entlang. Um eine kleine Kurve ging es dann noch zum Fall und siehe da: der Bach hatte offensichtlich mal einen komplett anderen Verlauf, denn seitlich des Falls war der Fels stark ausgewaschen und bildete eine riesige und beeindruckende „Höhle“.
Zurück an den Autos sind wir dann wieder zurück auf die Ringstraße eingebogen und einige Kilometer weiter bis zur Südostecke vor Höfn nach Stokksnes auf die private Piste zum „Viking Café“ abgebogen. Dies ist eine ziemliche Rüttel-/Wellblechpiste, auf der wir lernten, dass Geschwindigkeit alles ist. bis 30 km/h zerlegt sich gefühlt das Auto, ab etwa 47 km/h wird es schon fast erträglich. Wie gut, dass die BF Goodrich AT-Reifen aufgezogen sind, die solche Bedingungen gut wegstecken.

Am Café angekommen erfuhren wir, dass eine Besichtigung des Bereiches umgerechnet etwa 7 € pro Person kostet – unabhängig von Einfahrt mit Fahrzeug oder Wanderung zu Fuß. Wir haben die Eintrittskarten gekauft und sind auf den ersten Parkplatz am Wikingerdorf gefahren. Dort sind wir zunächst zum Wikingerdorf gelaufen und dort durchgelaufen. Wir haben es nicht verstanden – es soll wohl als eine Filmkulisse von Witcher aufgebaut worden sein.

Leider gibt es keinerlei Erläuterungen vor Ort. Daher haben wir uns da nicht lange aufgehalten und sind dann weiter in Richtung Atlantik gelaufen. Dort gibt es eine Radarstation der Nato (H-3 Stoksnes), die von der Isländischen Küstenwache betrieben wird.

Der Weg über den Damm geht teilweise über sehr feinen anthrazitfarbenen Sand – ein sehr besonderes Erlebnis! Das Gelände der Radarstation darf nicht betreten werden. Sehr seltsam, dass etwa 20 m neben der Schranke und den vielen Verbotsschildern eine Holztreppe über den Zaun führt und innerhalb des Zauns der Weg bis zur Küste entlangführt.

An der Küste haben wir die vorgelagerten Inseln mit den Ferngläsern abgesucht und waren fündig: Robben! Auf den Fotos leider nicht zu erkennen, da zu weit weg, aber schön, sie durch’s Fernglas beobachten zu können.

Dann sind wir zurück zu den Autos und sind nach Höfn weitergefahren. Dort waren wir kurz tanken und sind dann auf den Campingplatz gefahren. Wir haben dort eine Sprinter-Reihe aufgemacht 🙂

Einen kleinen Einkauf für unser Abendessen haben wir zu Fuß zum 800 m entfernten Netto erledigt. Tiefgefrorenes Gemüse und frischer Fisch wurde gekauft und dann in der sogenannten Küche des Campingplatzes zubereitet. Mit unseren beiden mitgebrachten Induktionskochplatten. Wieso nennen die das „Küche“, wenn da nur Toaster, Wasserkocher und Mikrowelle und nicht mal ein Kochfeld stehen?
Nach dem leckeren Abendessen haben Angela und Ulf die Duschen aufgesucht – ich verschiebe dies auf morgen und schreibe lieber diesen Reisebericht. Gute Nacht 🙂
- Entfernung: 41 km
- Fahrzeit: 1:14 h
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 33 km/h
- Durchschnittsverbrauch: 13,9 l/100 km




