Montag, 11. Mai 2026
Nach einer relativ ruhigen Nacht bin ich aufgewacht und habe das mittelprächtige Wetter mit Sorge gesehen. Tief hängende Wolken, irgendwie sah es nach Regen aus. Dabei wollen wir doch heute Richtung „Diamond Beach“ – da wäre ein bisschen Licht ganz schön!

Wir sind wir losgezogen und nach dem Entsorgen des Grauwassers und Auffüllen des Frischwassers zunächst zum Netto gefahren, um die letzten Zutaten für unser Abendessen zu kaufen. Dann ging es wieder auf die Ringstraße Nr. 1.

Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit haben wir den ersten kurzen Fotostopp am Ende einer der einspurigen Brücken eingelegt. Dort haben wir in der Ferne die erste Gletscherzunge des Tages fotografiert.

Um Viertel vor Zwölf haben wir den Parkplatz am „Diamond Beach“ angesteuert. Von dort aus sind wir unter der Brücke der Ringstraße hindurch die paar Meter zur Gletscherlagune gelaufen. Sagenhaft, diese Lagune voller kleiner und größerer Eisberge! Es schien nach Flut, jedenfalls drückte eine Menge Wasser durch den kurzen Kanal in die Lagune und brachte ein paar der kleineren Eisschollen zum Tanzen.
Wirklich beeindruckend diese riesige Ausdehnung des Gletschers mit den vielen Gletscherzungen und insbesondere diese hier, die direkt in dieser Lagune endet. Wir konnten hier noch einige Robben beobachten und sind dann wieder zurück zu den Sprintern gelaufen.

Dort haben wir dann Frühstück bereitet und eingepackt. Damit sind wir dann in Richtung Strand gelaufen und haben uns dort auf einem dicken Baumstamm niedergelassen, um die Brote zu essen. Auch der schwarze Sand ist beeindruckend – wenn er auch bei weitem nicht so fein ist wie gestern in Stokkanes.
An der Wasserlinie gab es dann ein paar kleinere Eisstücke, die Namensgeber dieses Strandes sind: sie glitzern in der Sonne wie es vielleicht auch Diamanten tun würden.

Um 14:30 Uhr sind wir weitergefahren und haben einen Zwischenstopp am Gletschersee Fjallsárlón gemacht. Hier ist deutlich weniger los als beim Diamond Beach und die Umgebung ist schöner. Hier ist man viel dichter am Ende der Gletscherzunge, das Wasser ist milchig blau/weiss und es liegen viel mehr Eisschollen im Wasser.

Hier setzen wir uns auf ein paar von der Sonne herrlich aufgewärmte Steine und genießen des Ausblick. Was ein perfekter Augenblick! Tolles Wetter, traumhafte Aussicht und Landschaft und ziemliche Ruhe – bis auf das dusselige Touristenpärchen, welches trotz Drohnenverbot ihre FPV-Drohne über Gletschersee und Gletscher surren ließen. Warum nur?!
Weiter ging es dann zum Campingplatz Svínafell, wo wir natürlich zuerst die falsche Abzweigung genommen und nach 1 km Schotterpiste auf Privatgrund landeten. Also wieder gedreht und etwa zwei Kilometer weiter auf der Ringstraße die richtige Abzweigung zum Campingplatz genommen.

Dort angekommen waren wir für heute tatsächlich die ersten auf dem Platz und haben uns geeignete Stellplätze in der Nähe des Gemeinschaftsgebäudes mit der Küche gesucht. Dort hat Ulf dann eine leckere Linsensuppe mit Kartoffeln, Karotten und Speck gekocht, von der wir das Meiste vor Ort verzehrt haben.
Dann haben wir noch ein bisschen den morgigen Tag geplant und dann ging’s nach einem Gin Tonic in meinem Sprinter ab ins Bett – bzw. an den „Schreibtisch“ zum Schreiben des Reiseberichtes von heute.
- Entfernung: 129 km
- Fahrzeit: 2:36 h
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 50 km/h
- Durchschnittsverbrauch: 13,0 l/100 km








