[121] Tag 18 – Reykjavik. Und?

16. Mai 2026

Wir haben uns mit dem Aufstehen und Losfahren Zeit gelassen, denn bis Reykjavik ist es nicht weit, aber der gebuchte Campingplatz öffnet für uns erst um 13 Uhr. Also fahren wir erst nach 10 Uhr los und kommen nach kurzer Fahrt an den Parkplätzen der gestern erwanderten Sehenswürdigkeiten vorbei. Alles bereits voll mit weißen Mietwagen.

Ein Haufen Mietwagen auf dem Parkplatz zur Almannagjá

Auf dem Campingplatz haben wir uns dann in der uns zugedachten Reihe „länger als 5 m“ zwei Plätze gesucht und da ein Stromanschluss zur Zwangsbuchung gehörte haben wir uns dann auch gleich eingesteckt. Dann ab in die Klamotten und in die Stadt, die vom Campingplatz aus nicht den allerbesten Eindruck machte: In unmittelbarer Nähe einer heruntergekommenen Tribüne des Schwimm- und Thermalbades ging unser Spaziergang in die Stadt los.

„Waterfront“ Reykjavik

Am Wasser angekommen besserte sich der Eindruck nur bedingt: So wahnsinnig schön sieht die Stadt nicht aus. Weiter ging’s dann bis zur Harpa, dem 2011 eröffneten Opern- und Konzerthaus. Dieses Gebäude ist wirklich beeindruckend – obwohl schon 15 Jahre alt wirkt es immer noch sehr modern, im Inneren sehr schwarz gehalten aber durch die Glasfassade trotzdem ausreichend hell.

Befremdlich für uns die vielen Verkleideten Gruppen von Leuten – nicht nur hier drin sondern in der ganzen Stadt. Vom Konzerthaus gingen wir dann weiter durch den Hafen mit ein paar Museumsschiffen zur alten Markthalle – darin befindet sich nun allerdings nur noch ein – durchaus schöner – Foodcourt mit 5 oder 6 verschiedenen Anbietern. Allerdings enttäuschend, wenn sich der unvorbereitete Besucher etwas Anderes erwartet hatte 😉

Skulptur Sólfarið (Sonnenfahrt) unweit des Harpa

Durch den Food-Court angefixt machten wir uns auf die Suche nach „dem“ legendären besten Hotdog der Welt, den es angeblich am Stand bei Bæjarins Beztu Pylsur gibt. Zumindest standen nicht ausschließlich Touristen in der Schlange an. Ob es der beste Hotdog ist? Hmmm.

Schlange am Hot-Dog-Stand

Was ich bisher nicht gesehen habe ist die Geschwindigkeit, in der die Jungs den Hotdog bestehend aus lokaler Wurst mit Lamm-, Rind- und Schweinefleisch, Röstzwiebeln, frischen Zwiebeln, Ketchup, süßem Senf und Remouladensoße zusammenbauen. Geschmacklich war das Ding okay, aber auch nicht der Brüller.

Trotz Hotdog _kein_ Zerfallsprodukt!

Also dann weiter bei leichtem Nieseln durch die „Rainbow Street“ genannte Skólavörðustígur in Richtung Hallgrímskirkja vorbei an einem Souvenirladen neben dem anderen.

„Rainbow Street“

Die Frontseite der Kirche mit ihren Betonsäulen soll an die in Island häufig vorkommenden Basaltsäulen erinnern, die helle Farbe an die Gletscher. Im Inneren ist die Kirche recht nüchtern ausgestattet – bis auf die beeindruckende Orgel, die on Bonn hergestellt wurde. Die größten Pfeifen mit etwa 10 m Länge wirken riesig.

Die 1945 begonnene und erst 1986 fertig gebaute Hallgrímskirkja

Die Entscheidung zum Besuch des Kirchturms wurde uns abgenommen, da dieser geschlossen wurde.

Die riesige von der Bonner Manufaktur Klais im Jahr 1992

Also sind wir weiter auf den 59 m hohen Öskjuhlíð gelaufen, auf dem sich das Perlan, der Warmwasserspeicher von Reykjavik befindet, der die Stadt inkl. der beheizten Gehwege mit etwa 85 °C warmem Wasser versorgt – fünf von sechs noch in Betrieb befindlichen Tanks beinhalten jeweils bis zu 4 Mio. Liter Warmwasser.

Perlan mit den sechs Warmwasserspeichern

Die Wassertanks hat man dann teilweise von einer Glaskugel überdeckt (daher der Name Perlan – die Perle) und das isländische Museum der „Wunder von Island“ darin untergebracht. Es gibt wohl eine Gletscherhöhle aus echtem Gletschereis, eine Ausstellung zu den tektonischen Platten in Island (haben wir gestern im Þingvellir live gesehen), eine Nordlichtshow (die sahen wir live in Skandinavien), eine Nachbildung der Vogelfelsen von Látrabjarg (das steht bei uns noch auf der Liste der Reiseziele in Island) und ein paar andere Dinge. Hat uns insgesamt nicht wirklich interessiert – vielleicht gut geeignet für jemanden, der nur ein paar Stunden zwischen zwei Flügen hat und Island im Expressmodus erkunden will.

Also sind wir den Hügel auf anderem Weg wieder heruntergelaufen und haben den Weg in Richtung Campingplatz eingeschlagen.

Dort haben wir neben den Autos Essen gemacht, gegessen und sind dann recht früh ins Bett, denn wir wollten nicht zu spät los am nächsten Morgen, denn wir hatten eine Fährüberfahrt gebucht, zu der wir nicht zu spät kommen. sollten – doch dazu mehr morgen.

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