Donnerstag, 14. Mai 2026
Kurz vor neun Uhr sind wir am Campingplatz in Vik aufgebrochen, um uns vor dem Supermarkt Krónan auf die Lauer zu legen. Tatsächlich waren wir die ersten im Laden, als dieser kurz nach 9 aufmachte. Jetzt noch schnell die wichtigsten Sachen eingepackt und bezahlt und dann im Sprinter im Kühlschrank verstaut.

Um etwa 9:15 waren wir dann schon auf Tour zu den Basaltfelsen am Strand unweit von Vik. Dort haben wir wie meist an den Touristenspots per „Parka“-App unsere Parkgebühr entrichtet und sind an den Strand gelaufen. Dort hat’s am Berg direkt am Wasser eine große Ansammlung der Basaltsäulen in der schönen sechseckigen Form.
Dort haben wir uns nicht so sehr lange aufgehalten, denn so langsam müssen wir ein bisschen Strecke machen: wir wollen schließlich einmal um die Insel rum und am 4. Juni geht’s schon wieder auf die Fähre zurück nach Hause!
Also ab zum nächsten Spot des Tages – dem Wasserfall Skógafoss. Dieser Wasserfall stürzt auf einer Breite von etwa 25 m ca. 60 m in die Tiefe. An diesem Wasserfall kann man durch das sehr flache Wasser weit nach vorn gehen – wird allerdings durch die viele Gischt recht nass. Wir blieben in sicherem Abstand und gingen dann noch zum oberen Aussichtspunkt. Zum Schutz der empfindlichen Flora sind hier die Fußpfade gesperrt und durch eine Treppenkonstruktion ersetzt worden – also ging es die 60 m über Treppen bergauf. Die kleine Anstrengung hat sich gelohnt – auch von oben ein toller Blick auf den Wasserfall!




Vom Parkplatz aus sind wir die 200 m die Straße zurück zu „Mia’s Country Van“ gelaufen, wo wir uns Fish & Chips bestellten. Ulf und ich haben die Autos geholt, da das Essen frisch gemacht wurde und wir dafür somit genug Zeit hatten.

Lecker war’s – verschiedene selbstgemachte Gewürz-Salze für die Kartoffeln, verschiedene Dips – klasse! Und lecker war’s obendrein.

Weiter ging es zum nächsten Wasserfall des Tages, dem Seljalandsfoss – dachten wir. Wie üblich Parkgebühren zahlen und dann Wasserfall erkunden. Doch was sehen die müden Augen im Augenwinkel? Da ist mehr als der Seljalandsfoss!

Im Abstand von jeweils weniger als 200 m finden sich noch zwei weitere Wasserfälle – aber warum gehen viele Touristen noch weiter? Richtig: keine 200 m weiter verborgen in einem Felseinschnitt findet sich der Gljufrabui – ein Wasserfall in einer sehr kurzen und begehbaren Schlucht. Der bisher beeindruckendste Wasserfall in Island aufgrund der ganz eigenen Stimmung in dieser Schlucht, dem Wassernebel, der moosbewachsenen Felswände – einfach toll. Ein wenig nass sind wir aufgrund des Wassernebels in der Schlucht geworden – Angela und Ulf waren so schlau, ihre Ponchos mitzunehmen. Ich hatte mir ebenso einen extra für die Reise gekauft, aber der blieb gut und originalverpackt im Sprinter.
Vom Gljufrabui dort gingen wir dann wieder in Richtung Parkplatz und dort zum Seljalandsfoss, den man dank der großen Auswaschungen im Fels komplett umlaufen kann. Hier stellte sich mein Poncho-Verzicht als wenig geschickt heraus, aber das gröbste Wasser hat meine Skijacke abgehalten. Mal ein ganz anderer Anblick, durch einen Wasserfall hindurch die Landschaft davor zu betrachten. Nass aber glücklich, diesen Touristen-HotSpot mitgenommen zu haben, gingen wir zurück zu den Sprintern, um uns trockenzulegen.
Weiter ging’s dann in Richtung „Golden Circle“ – die drei „wichtigsten“ Sehenswürdigkeiten Islands in einem Tagestrip von der Hauptstadt Reykjavik aus. Da die Campingplätze im „Golden Circle“ nicht erkennbar geöffnet waren (Webseiten nicht mehr vorhanden, laut Park4Night geschlossen etc.) sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben den Campingplatz in Fludir angesteuert.
Der Mann an der Rezeption hat wohl mitbekommen, dass wir unsicher waren, ob wir bleiben sollen, denn sonderlich angetan vom Platz waren wir nicht: Die verfügbaren Stellplätze sehr dicht an der Landstraße, keine Küche, kein Aufenthaltsraum. Als wir uns dann doch entschieden zu bleiben, hat er uns allen den Rentner-Discount gegeben, so dass wir wenigstens vergleichsweise günstig übernachten konnten.
Nach dem Abendessen ging es dann recht schnell íns Bett.
- Entfernung: 156 km
- Fahrzeit: 2:52 h
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 57 km/h
- Durchschnittsverbrauch: 11,0 l/100 km















