[122] Tag 19 – Eine Fähre und ein traumhafter Stellplatz

17. Mai 2026

Wie angekündigt sind wir etwas früher losgezogen, um ausreichend Zeit für eine entspannte Fahrt zur Fähre zu haben, die wir im Þingvellir-Nationalpark bereits gebucht hatten. So haben wir uns also um 8:15 auf den Weg gemacht – etwa 172 km lagen vor uns.

Hvalfjörður

Unterwegs haben wir die Sprinter noch einmal aufgetankt – wir sehen zu, die Tanks nie leerer als „halb“ zu fahren. Ansonsten verlief die Fahrt weitgehend ereignislos – aber durch tolle Landschaften, die sich immer wieder überraschend änderten.

Der 406 m hohe Horn hinter dem See Baulárvallavatn

Ein paar Kilometer vor Stykkishólmur haben wir noch unsere Frühstückspause eingelegt, weil wir uns nicht sicher waren, ob wir die während der Überfahrt in den Sprintern einnehmen können oder nicht. Spoiler: Gute Entscheidung – wie bei den „großen“ Fähren ist das Fahrzeugdeck auf der Baldur während der Überfahrt gesperrt.

Nach dem Frühstück sind wir dann zum Fähranleger gefahren. Obwohl wir ziemlich genau eine Stunde vor Abfahrt am Anleger waren, war die Schlange schon recht voll und es kamen nicht mehr sooo viele nach uns. Nach Kontrolle unserer Online-Tickets konnten wir an Bord fahren und knappe 45 Minuten später ging es dann sehr pünktlich los. Bei bestem Wetter fuhren wir zunächst zwischen den vielen kleinen Inseln durch bis die See offener wurde. Etwa 1:30 Stunden benötigte die Fähre bis zum Zwischenziel Flatey, der einzigen mit ca. 10 gemeldeten Einwohnern im Jahr 2011 noch spärlich ganzjährig bewohnten Insel im Breiðafjörður.

Nach dem kurzen Stopp, bei dem eine Gruppe Touristen das Boot verließen und eine Kiste mit Tauchutensilien für Sporttaucher abgeladen wurde ging es schnell weiter auf die verbleibende einstündige Reise zu den Westfjorden.

Dort angekommen sind wir gleich rechts abgebogen zu einer Thermalquelle namens Hellulaug. Da wir nicht alleine darin lagen, habe ich keine Fotos gemacht. War aber wirklich eine tolle Erfahrung: ein relativ tiefer Pool ganz aus Fels kurz oberhalb des Strandes mit direktem Blick aufs Meer. Als wir drin waren hat es leicht genieselt. Witzig.

Hellulaug Thermalquelle liegt hinter der Kante. Die drei Mädels aus Edinburgh schienen nicht unzufrieden, dass wir uns dazugesellten, denn die beiden Russen (?!) waren wenig zurückhaltend …

Von dort aus sind wir wieder zurückgefahren, am Fähranleger vorbei bis an die Südküste der Westfjorde zum Rauðsdalur Campingplatz. Dieser bot außer Toiletten und Tisch-/Bankgarnituren nur eins – eine grandiose Umgebung. Der Campinglatz selbst eine frisch-grüne riesige Wiese mit saften Wellen, im Rücken die Felswände der Westfjorde-Südküste und vor uns das Meer. Sa-gen-haft!

Natürlich kam passend dazu noch die Sonne heraus und wir konnten draußen kochen – also Ulf kochte und wir reichten zu, so weit wir konnten. Gute Nacht 🙂

Hier noch ein kleiner Zeitraffer der folgenden Nacht von ca. 20:00 bis 9:00:

  • Entfernung: 184 km
  • Fahrzeit: 3:25 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 54 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 11,4 l/100 km

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