[125] Tag 22 – Warm!

20. Mai 2026

Gut gegessen – gut geschlafen 🙂

Um halb zehn habe ich mich aufgemacht, das Grau- und Frischwasser abzulassen, denn die heute vor uns liegende Strecke war laut offizieller Website mit einer temporären Achslastbeschränkung von 2 t ausgezeichnet.

Wasser ablassen – immerhin 100 kg gespart 🙂

Gegen 10 Uhr sind wir dann losgefahren. Bis zum Flugplatz Bíldudalur war die Straße asphaltiert – ab dort war sie mit einer Gewichtsbeschränkung 2 t ausgezeichnet, die wir aber wie auf der offiziellen Website der isländischen Straßenbehörde ausgewiesen als Achslast interpretierten. Immer wieder sind in den Hängen an der Straße schöne Wasserfälle und Bachläufe zu sehen.

Ein Wasserfall ohne Namen

Gegen 11 Uhr kamen wir dann bei unserem Frühstücksplatz Reykjafjarðarlaug an. Da man nach dem Essen nicht baden sollte, haben wir das Ganze umgedreht und haben die Badesachen angezogen. Reykjafjarðarlaug ist eine heiße Quelle, die ein natürliches Becken und ein Betonbecken hat mit daneben liegenden Umkleiden. Wir sind erst mal in das erste Betonbecken, da die natürliche Quelle „besetzt“ war. Puh. Warm. Nach einigen Minuten Aufenthalt verabschiedeten sich diejenigen, die die natürliche Quelle besetzt hatten.

Im Vordergrund das 40 °C-Becken, im Hintergrund das mit 30 °C

Also wechselten wir zur natürlichen Quelle – ganz schön warm da drin und leider ein wenig flach. Und vom Eindruck her sehr warm. Dann sind wir wieder in das Betonbecken und weil’s auch hier zu warm war sind wir über die Abtrennung in das zweite Becken gekrabbelt. Auf den ersten Eindruck hin kalt, aber nach dem ersten Angewöhnen sehr angenehm: ziemlich genau 30 °C.

Warm 🙂

Weil’s so schön war dann nochmal in das wärmere Betonbecken, welches nach unserer anschließenden Messung 40 °C hatte – der Naturpool hatte stellenweise 41 °C. Scheinbar merkt man in diesem Bereich jedes einzelne Grad Celsius extrem.

Wärmer …

Schön war’s! Wir haben dann den Parkplatz freigemacht und uns unten an die sehr wenig befahrene Straße gestellt, um „endlich“ unser Frühstück einzunehmen.

Pool mit Aussicht

Weiter ging es dann, als wir endlich die asphaltierte 60 erreicht hatten auch wieder ein wenig schneller. Doch kurze Zeit später wurden wir durch eine 7,5 km lange Baustelle mit „Gravel“ wieder ausgebremst.

Geirþjófsfjörður

Am Fjord unten angekommen bogen wir jedoch entgegen unserer eigentlichen Zielrichtung nach links ab, um die Sprinter nach wenigen 100 m für diesmal nur 750 Kronen (ca. 5,24 €) abzustellen. Was gibt’s hier? Tatsächlich für weniger Geld als sonst (meist 1.000 Kronen) viel mehr Leistung: Nicht einen, nicht zwei, sondern glatt 8 Wasserfälle auf einmal!

Hrisvaðsfoss, Göngumannafoss, Strompgljúfrafoss und Dynjandi

Natürlich sind das alles Fälle des gleichen Flusslaufs Dynjandisá auf kürzester Strecke. Für mich der bisher beeindruckendste Wasserfall Dynjandi in Island – vielleicht neben dem Gljufrabui.

Dynjandi und Hæstahjallafoss

Von Wasserfall zu Wasserfall sind wir den Pfad emporgestiegen bis zum Becken des Dynjandi. Wahnsinnig beeindruckend dieser Wasserfall – ich kann gar nicht recht beschreiben warum. Vielleicht, weil er so massiv und kegelförmig da vom Berg herunterschießt? Jedenfalls ist es ein beeindruckendes Schauspiel!

Dynjandi

Zurück auf dem Parkplatz habe ich dann noch die Drohne ausgepackt – gefühlt der erste drohnentaugliche Tag wegen des reduzierten Windes. Eigentlich wollte ich mit der Drohne den weiteren Verlauf des Dynjandisá oben hinter der „Kante“ des Wasserfalls erkunden, doch leider brach dort die Funkverbindung ab und die Drohne schaltete auf automatische Heimkehr um. Schade.

Flug über die ganzen Fälle bis zum Dynjandi und darüber

Auf dem weiteren Weg nach Ísafjörður kamen wir durch einen einspurigen Tunnel mit Gegenverkehr – sehr interessant! Etwa alle 100 m Ausweichbuchten für die Gegenrichtung, in der dann auch einige Autos warteten, bis wir durch waren. Das funktionierte erstaunlich gut!

Einspuriger Tunnel

In Ísafjörður waren wir dann kurz im Bonus einkaufen und sind dann zum Campingplatz weitergefahren, der ziemlich direkt am Fuß eines Wasserfalls gelegen ist. Der Bach fließt dann tatsächlich direkt über das Gelände am Servicehaus vorbei.

Der Bunárfoss oberhalb des Campingplatzes

Ulf hat uns ein Abendessen gezaubert und dann ging’s ins Bett.

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