[131] Tag 28 – Stone Arctic Henge

26. Mai 2026

Gegen 10:30 sind Angela und Ulf noch einmal zum Nettó gefahren, während ich auf dem Campingplatz den Grauwassertank meines Sprinters entleerte.

östlich von Húsavik

Wir sind dann nach Raufarhöfn gefahren. Dort gibt es einen netten kleinen Campingplatz, der in einem kleinen Erdwall als Windschutz angelegt wurde. In Raufarhöfn angekommen entschieden wir, weiterzufahren, da es noch sehr früh war. Allerdings wollten wir zuerst die Sehenswürdigkeiten am Ort anschauen.

Einspurige Hängebrücke über den Jökulsá á Fjöllum, den mit 206 km Länge zweitlängsten Fluss Islands.

Zunächst gibt es da den Arctic Henge, ein Kunstwerk, welches seit 2002 im Bau ist. Der Name ist angelehnt an Stonehenge. Ein beeindruckendes Gebilde aus passend gesprengten und aufeinander geschichteten Steinen. Nun hat man aber eine vollkommen deplatzierte Kanzel aus anderem Stein dort aufgestellt – seltsame Erscheinung.

Dann sind wir zum Leuchtturm vor dem Hafen gefahren – vor etwa 70 Jahren war der Hafen Raufarhöfn der zweitwichtigste Hafen für den Heringshandel in Island – heute gibt es da kaum noch Betrieb und der Ort hat nur noch knapp unter 200 Einwohner.

Im Ort selbst gibt es noch zwei alte Lagersilos der Fischölfabrik, die nun für Kunstaktionen/Musik verwendet werden. Eines davon ist offen und der Eindruck ist sehr anders als der des metallenen Silos in Djúpivogur – hier gibt es ein sattes Echo und keinen „Blechklang“.

Wir entschieden uns aber doch, diesen Platz des blühenden Lebens zu verlassen und unser Schlafdomizil etwas weiter südwestlich in Bakkafjörður aufzuschlagen. Auf dem Weg dorthin haben wir wieder ein Stück unbefestigte Straßen genießen können – aber die Jungs sind kräftig dabei, das bis zum Saisonstart zu bereinigen.

In Bakkafjörður fiel es uns zunächst nicht leicht, die Tankstelle und danach den Campingplatz zu finden. Die eine Zapfsäule (ohne weitere Werbung, Preistafel, Hinweisschild) war hinter einem Haus versteckt in der Sackgasse zu einem Schiffsanleger zu finden, der Campingplatz die Wiese neben dem Wohngebiet – als quasi der Vorgarten der am Rand stehenden Häuser.

Ganz schön: die Stellplätze haben kleine Holzverschläge als Windschutz und wir durften kostenlos Strom fürs Kochen anzapfen, was wir gerne genutzt haben.

Mit der Wera Mini-Ratsche kann man gezielt das Soll-Drehmoment der Sitzverschraubung einstellen. Nicht. 😉

Weil’s so schön war, habe ich heute den Fahrersitz noch einmal ausgebaut, denn die Servicemitarbeiterin des Ladewandler-Herstellers hatte sich per eMail gemeldet und ich sollte noch einmal ein paar Werte messen. Ergebnis: Gerät muss wegen eines Software-Updates eingeschickt werden. Also habe ich es gleich ausgebaut. Gut: Kein Hardware-Defekt 🙂

  • Entfernung: 233 km
  • Fahrzeit: 4:24 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 53 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 10,2 l/100 km

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