Freitag, der 4. Juli 2025
Es regnet noch immer. Das darf doch nicht wahr sein – ein schmales Regenband zieht durch und ich bin von Anfang bis Ende genau da drin?!
Egal, also in sehr viel Ruhe ausschlafen, dann duschen und frühstücken, Reisebericht schreiben und weiter nach dem Regenradar schauen. Etwa um 14:00 müsste ich loslaufen können. Noch habe ich nicht herausfinden können, was es bedeutet, dass die Hitonhauta-Schlucht „offiziell nicht mehr betrieben“ wird?!

Wie auch immer: es gibt tatsächlich eine Komoot-Wanderung, die ich mir für die Offline-Nutzung heruntergeladen habe. Man weiss ja nie! Auf geht’s – tatsächlich hat es pünktlich um 14 Uhr aufgehört zu regnen und ich bin los. Ziemlich windig: die Bäume haben sich kräftig gebogen …

Etwa nach 1,5 km Waldweg tatsächlich noch ein Hinweisschild mit Übersichtskarte zum Hintonhauta Naturschutzgebietes. Es knirschte und bevor ich mich richtig dahin umdrehen konnte, lag das Bäumchen schon am Boden: die verfaulte kleine Wurzel konnte dem Wind offensichtlich nicht standhalten.

Einige dutzend Meter weiter ging dann der Weg rechts ab zur Schlucht – allerdings nicht mit „offiziellen“ Wegweisern gekennzeichnet, sondern mit Pfeilen auf dem Boden, gebildet aus dünnen Ästen.

Zunächst ging es auf einem Trampelpfad durch ein junges Wäldchen bis dann die Ausläufer der Schlucht begannen: Geröll. Der Weg wurde immer beschwerlicher: Das Geröll größer, der Untergrund sumpfiger, rutschige Wurzeln, umgestürzte Bäume. Und dennoch war es ein tolles Naturschauspiel. Dieser kleine Tümpel am Ende der Schlucht und dann der Mini-Kjeragbolten – großartig 🙂

Der Rückweg über die nördliche Seite der Schlucht war deutlich einfacher – nur aufpassen: am rechten Wegesrand geht es einige Meter abwärts!

Dann ging’s zurück zum Parkplatz. Oh Wunder – in der Einfahrt des Parkplatzes liegt ein Bäumchen, das wohl ebenfalls vom Wind umgeblasen wurde …

Direkt daneben stehen noch ein paar ähnliche Bäumchen und der Wind war noch immer recht kräftig, so dass ich noch nicht basteln wollte. Der Wetterbericht sagte eine deutliche Abschwächung in der Nacht voraus, daher verschob ich das auf den nächsten Morgen.

Nach einer Weile Reisetagebuch-Schreiben und Fotos Sortieren kam eine Finnin im Sprinter und parkte dann gegenüber der Einfahrt. Ich hatte bereits begonnen, mir etwas zu essen zu machen.

Kurz darauf kam dann ein Ducato-Kastenwagen mit einer jungen finnischen Familie, die ebenfalls hier übernachten wollten. Der Wind hatte zwischenzeitlich deutlich nachgelassen – also nahm ich die vor einer Weile bereitgelegte Mini-Kettensäge zur Hand und teilte das Bäumchen in drei Teile – das mittlere legten wir dann zur Seite.

Dann kochte ich fertig – heute gab es eine seltsame Kombination aus Hühnchen-Instant-Nudeln, angebratenen Hotdog-Würstchenscheiben, Paprika, Mais und Karotten. Klingt komisch war aber ganz lecker.


Gegen 23 Uhr ging es nach dem Schreiben des Tagebuchs für diesen Tag ins Bett. Gute Nacht!

- Entfernung: 4,5 km
- Laufzeit: ca. 1:14 h
- Höhenmeter: 80 m
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,6 km/h



