[044] Tag 03 – ein Riesenrohr zeigt auf’s Wasser und es wird ein wenig „bumpy“

Montag, der 9. Juni 2025

Ich bin etwa um 8:30 aufgestanden, habe geduscht und gefrühstückt. Natürlich musste ich das Küchen-Chaos noch beseitigen. Gegen 10 Uhr habe ich mich dann, nachdem ich erfolglos eine Möglichkeit zur Zahlung der Übernachtungsgebühr gesucht hatte, auf den weiteren Weg nach Norden gemacht. Wegen des schlechten Gewissens habe ich dem Betreiber noch eine eMail gesendet, aber auch drei Tage später noch keine Antwort erhalten.

Küchenchaos, da ich gestern Abend keine Lust mehr hatte zu spülen.

Also auf nach Dänemark! Immer weiter die autobahnähnliche E45 nach Norden und dann bin ich irgendwann hinter Vejle Richtung Westen agbebogen, um gegen 15:00 Uhr in Hanstholm am Bunkermuseum zu landen.

Kurze Mittagsrast auf einem Waldpark- und Rastplatz in Dänemark

Hier in Hanstholm haben die Deutschen im zweiten Weltkrieg eine Küstenbatterie bestehend aus vier 38 cm Schnellladekanonen und etlichen weiteren Waffen wie Flak, 16 Stück 10 cm Schnellladekanonen und so weiter installiert, um den Zugang zur Ostsee kontrollieren und verhindern zu können. Da die Kanonen mit etwa 55 km Reichweite den Skagerrak, der an dieser Stelle etwa 120 km von Norwegen nach Dänemark misst, nicht komplett überdecken konnten, wurde der Rest mit ausgedehnten Minenfeldern gesichert.

Vier solcher 38 cm Kanonen waren hier stationiert – allerdings in weitestgehend unterirdischen Geschützständen/Bunkern

Wahnsinn, was da in Hanstholm an Bunkern in die Erde gebaut wurde, um die Batterien betreiben und sichern zu können und Unterkunft für die alleine etwa 240 Mann der 4 Hauptgeschütze unterzubringen. Hoffentlich braucht es sowas nie wieder.

Mannschaftsunterkunft – Vierbettzimmer. Das gab es auch größer – bis 16 Betten im Raum.

Nach der Besichtigung des Museums, in dem man den Bunker eines der Geschütztürme begehen kann (ca. 3.000 m2) und einem ausführlichen Spaziergang über das Gelände machte ich mich – später als geplant – auf den Weg nach Hirtshals.

Der Bunker mit der Energiezentrale – natürlich hatte ich wieder meine Taschenlampe vergessen

Auf dem Weg habe ich noch einmal Diesel vollgetankt – ohne wirklich zu wissen, ob es sich „lohnt“ oder ich besser erst in Norwegen tanken solle. Da ich aber erst so spät in der Nacht dort ankomme, wollte ich die „lästigen Dinge“ idealerweise vorher erledigt haben.

Etwa um 18:30 bin ich dann in Hirtshals im Fährhafen der Fjordline angekommen und konnte direkt und problemlos einchecken. Allerdings war die Fähre noch nicht da, also wie üblich warten in definierten Reihen.

Warten auf die Fähre – nein, nicht die rechts im Bild. „Mein“ Anleger ist links gerade noch am Rand zu sehen.

Erst gegen 19:52 kam die Fähre an, allerdings ging das Anlegemanöver mit der „FSTR“ (was wohl im Sinne der Namenserfinder für „FASTER“ steht) tatsächlich deutlich schneller als bspw. von den Stena-Fähren auf der Kiel-Göteborg-Linie gewohnt. Gut, die FSTR ist nicht mal halb so lang und nur etwa ein Fünftel so schwer wie die Stena Germanica – aber kaum sah man das Schiff, war es schon entladen und wir aufgefordert, reinzufahren. Als ich dann auf dem Aufenthaltsdeck ankam, sah ich aus dem Fenster und bemerkte, dass wir bereits unterwegs waren.

Suchbild 🙂

Aufgrund des starken Windes ließ sich auch der Kapitän zur Aussage hinreißen: „It’s getting a Little bit bumpy“ – was sich dann als wahr herausstellte. Mitunter wäre es eine Herausforderung, beim Gehen die Entgegenkommenden nicht zu treffen.

17 € – da kann man es sich doch schon mal gutgehen lassen 🙂

Wie geplant waren wir dann gegen 23:00 in Kristiansand und auch dort sehr schnell nach dem Anlegen von der Fähre runter.

Berits an Bord der Fähre, auf der es überraschend gutes und kostenloses WLAN gab, habe ich in der App „Park4Night“ bereits ein paar Übernachtungsmöglichkeiten für diese Nacht herausgesucht. Nummer 1 war dann tatsächlich direkt an der E45 auf einem Tankstellengelände – nicht sooo schön.

Die nächste Möglichkeit war dann ein Stellplatz im Hafengebiet von Mandal. Dort angekommen habe ich noch ein paar Dinge erledigt, die letzten Freitag im Büro liegengeblieben sind und war denn gegen halb zwei morgens im Bettchen.

  • Entfernung: 505 km
  • Fahrzeit: 7:27 h
  • Durchscnittsgeschwindigkeit: 68 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 10,8 l/100 km

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