[048] Tag 07 – Löcher im Fels und Planken auf dem Wasser

Freitag, der 13. Juni 2025

War das schön, nach dieser Wanderung im Bett zu liegen! Nachdem ich gestern Abend geduscht hatte, gab es heute Morgen nur eine Katzenwäsche und ein schnelles Haarewaschen. Dann ein kleines Frühstück und um 9:30 machte ich mich auf den Weg – zunächst nur bis zur Ver- und Entsorgungsstation des Campingplatzes. Da hat es dann ein wenig länger gedauert, denn der Wasserdruck war nicht so berühmt. Obwohl ich nur etwa 50 l Frischwasser benötigte, hat das etwa 15 Minuten gedauert. Dann noch schnell in die Rezeption springen und die Platznummer abgeben und ab auf die Straße.

Bei Tau, kurz vor dem Portal des Ryfylketunnelen

Hätte ich mich mal vorher informiert, was der Ryfylketunnel an Maut kostet, hätte ich eine andere Route zum heutigen Ziel gewählt! Aber gut, man lernt ja hoffentlich dazu: beim nächsten Mal weiss ich es. Also zurück nach Stavanger durch den Tunnel und dann wieder auf die E39 in Richtung Bergen. Die E39 führt an der Küste entlang und weist dadurch eine Menge Tunnel, Brücken und auch Fährverbindungen auf.

Lichtinstallationen im Tunnel

Ich versuche mal, die Löcher im Fels, durch die ich heute gefahren bin, aufzulisten:

TunnelnameLänge
Ryfylketunnelen14.400 m
Hundvågtunnelen6.200 m
Eiganestunnelen3.700 m
Byfjordtunnelen5.800 m
Mastrafjordtunnelen4.400 m
FÄHRE Mortavika – Arsvågen
Håklepptunnelen600 m
Fjontunnelen
Bømlafjordtunnelen7.860 m
Uføretunnelen610 m
namenloser Tunnel
FÄHRE Sandvikvåg – Haljem
Liafjellstunnelen360 m
Skogafjellstunnelen1.500 m
Lyshorntunnelen9,3 km
Råtunnelen2,2 km
Troldhaugtunnelen500 m
Fløyfjelltunnelen3.830 m
Eidsvågtunnelen
Selviktunnelen123 m
Glaskartunnelen
Eikåstunnelen600 m
Hordviktunnelen800 m
Espelandstunnelen830 m
Herlandstunnelen280 m
Furubergtunnelen
Lyngfjelltunnelen966 m

Einfach eine tolle Landschaft, durch die man da durchfährt – ich weiss gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Okay, zuerst auf die Straße – aber dann?

Maul auf 🙂

Gut: ein Blick auf die Tankanzeige ist ab und an auch ganz sinnvoll – das habe ich gemacht und bin dann in Mosterøy bei der Shell gewesen, um den Tank wieder zu füllen: 50 Liter zu 1,71 €/l

Unterwegs habe ich dann noch einen kurzen Zwischenstopp in Heiane beim Spar gemacht und ein paar Kleinigkeiten zum Essen gekauft.

Bamsemums musste ich unbedingt mal probieren – nochmal kaufe ich’s nicht 😉

Die Fähre von Sandvikvåg nach Halhjem war sicherlich die interessanteste Überfahrt, denn a) dauerte sie für heute am längsten und führte über relativ offenes Wasser mit recht viel Schiffsverkehr.

Schoner „Alvei“

Nicht nur begegnen wir dem segelnden Schoner Alvei, der 1920 gebaut wurde und jetzt über die Weltmeere schippert, sondern auch der deutschen Marine in Form des Tenders „Main“, der zum 1. Ubootgeschwader der Bundesmarine gehört.

Versorger „Main“

Wieder an Land staute ich mich dann erstmalig durch Bergen. Kurz dahinter dann zwei recht spektakuläre Brücken – zuerst die 1.610 m lange Schrägseilhänge- und Pontonbrücke Nordhordlandsbrua und danach die 623 m lange Hängebrücke Hagelsundbrua, die eine Durchfahrtshöhe von 50 m für große Schiffe aufweist.

Hagelsundbrua

Dann geht’s nochmal für etwa 20 Minuten auf die Fähre Leirvåg nach Sløvåg, um dann die finale kurze Etappe zum ersten Freisteh- Stellplatz der Tour zu erreichen. Da die Brücken heute was Besonderes sind, geht’s auf der kurzen Schlussetappe über die größte Netzwerkbogenbrücke Norwegens, die Brandangersundbrua mit 285 m Länge. Da möchte ich keinen Gegenverkehr haben – mit einem LKW könnte die Begegnung zu eng werden. So wirkt es zumindest – Wikipedia hingegen behauptet, dass die Fahrbahnbreite 5 m sei. Wobei das mit einem 2,5 m breiten LKW und einem inkl. Außenspiegel 2,35 m breiten Sprinter tatsächlich eng würde …

Brandangersundbrua

Vor der nächsten, der 219 m langen Mjåsundbrua mache ich dann Halt in einer Sackgasse und habe eine schöne Aussicht auf den Mjåsund, auf dem reger Fährverkehr unterwegs ist.

Mjåsundbrua

Schnell zwei Eier gequirlt, mit den Wraps in der Pfanne angebraten und dann mit einem lecker angerührten Dip, frischem Salat und scharfer Salami gefuttert. Lecker!

Dann noch ewig Blog geschrieben und später dann: ab ins Bett!

Wrap
  • Entfernung: 275,3 km
  • Fahrzeit: 5:24 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 51 km/h
  • Durchschnittsverbrauch: 11,9 l/100 km

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