Nach einer sehr ruhigen Nacht habe ich zunächst einmal aufgeräumt und das Auto wieder fahrbereit gemacht: das High Fire, die Leiter und das übrige Brennholz wieder ordnungsgemäß verstaut, das verwendete Geschirr und Besteck gespült (das haben wir einfach eingepackt und spülen in Ruhe Zuhause).
Leichter Schneefall in der Nacht
Der Schneefall hat den Rückweg durch den Wald glücklicherweise nicht erschwert – wir kamen problemlos zurück zur Landstraße.
Forstweg durch den Wald
Weiter geht’s auf die Landstraße, die uns zurück zur E45 in Richtung Göteborg führt – und dort wartet die Fähre nach Hause – Urlaubsende 🙁
Der Weg nach Göteborg verlief weitestgehend ereignislos. Wir sind bis auf einen Mini-Einkaufsstop durchgefahren und waren sehr früh, bereits um 11:40 an der Fähre.
Erst um 16:15 Uhr startete der Check-In – was aber auch nur ein Zwischenerfolg ist, denn das Eigentliche Boarding startet erst, wenn die meisten LKW und Trailer bereits verstaut sind.
Nach dem Check-In ist vor dem Boarding
Kurz vor 5 konnten wir dann endlich auf die Fähre fahren – diesmal durften wir ins Obergeschoss auf Deck 5 hinauffahren, was an und für sich vollkommen egal ist aber beim Entladen länger dauert, weil zunächst das Untergeschoss geleert werden muss, bevor die Rampe nach unten abgelassen werden kann.
Warten aufs Boarding
An Bord sind Angela und Ulf in ihre Kabine – ich bin noch mal an Deck und habe ein wenig über Göteborg geschaut. Gegen 19 Uhr haben wir dann abgelegt.
Nach dem Ablegen kurz vor der Hafenausfahrt
In der Kabine habe ich noch ein wenig an diesem Reisebericht geschrieben und dann die vorab heruntergeladene Serie Medusa auf Netflix durchgesuchtet, bevor ich in einen nicht zu guten Schlaf auf der durchgelegenen Matratze gefallen bin.
Am Morgen wachen wir auf und sehen den Platz leicht verändert durch den Schneefall in der Nacht: es ist etwas weiß geworden!
Vor Abfahrt nutzen wir den nicht allzu schönen Gemeinschaftsraum des Platzes für unser Frühstück.
In Sunne haben wir die Tankstelle gemieden, die hatte wieder kleine gelbe Schildchen unter dem Dach hängen mit einer Aufschrift „3,0 m“.
Es hat wieder ein wenig Winter Einzug gehalten.
Wir wollten einen kleinen Umweg in Håverud machen und verließen dafür in Tösse die E45 auf kleinere Landstraßen, die jedoch auch schneefrei waren.
Abbiegen in Högsbyn auf den Brudfjällsvägen.
In Högsbyn bogen wir links ab auf den unter Motorradfahrern bekannten Brudfjällsvägen. Die ist angeblich die kurvenreichste asphaltierte Straße Schwedens und gleicht mit Steigungen bis 21 % eher einer Achterbahn – hier möchte ich keinen Gegenverkehr haben, denn schmal ist sie zudem auch noch und bietet im dichten Wald keine weite Sicht.
Soll uns das Straßenschild etwas sagen?
Es machte richtig Spaß, die Strecke zu fahren, doch nach 10 km war der Spaß auf dem Touristenparkplatz in Håverud vorbei.
Angekommen auf dem Parkplatz gingen wir den kurzen Weg zur Schleusentreppe des Dalsland-Kanals.
Parkplatz in Håverud
Dieser Kanal verbindet auf einer Länge von 254 km und über 66 m Höhenunterschied die Seen Vänern und Töck. Früher wurde der Kanal für den Gütertransport verwendet, heute hat er fast nur noch touristische Zwecke.
Trogbrücke des Kanls im Vordergrund in Bildmitte, rechts davon die Wartekammer. Im Hintergund die Eisenbahnbrücke.
Hier in Håverud hat der Kanal 4 Schleusenkammern mit insgesamt 10 m Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterlauf. Das herausragende Bauteil in Håverud ist die 33,5 m lange Trogbrücke, mittels derer der Kanal die Stromschnellen zwischen den Seen Åklång und Övre Upperudshöljen überquert. Über der zweiten Schleusenkammer verläuft auf einer Klappbrücke die Eisenbahnlinie Håverud-Tisselskog.
Die Eisenbahn-Klappbrücke über der zweiten Schleusenkammer. Die Schleusentore befinden sich gerade in Reparatur/Restaurierung.
Wir haben am Kanal noch einen kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspavillon auf den Kanal gemacht. Achtung: Rutschgefahr durch frischen Schnee auf bemoosten Felsen! Ist aber alles gut gegangen.
Verschneiter Weg zum Aussichts-Pavillon
Das Café und die Fisch-Räucherei öffnen erst zur Sommer-Touristensaison bzw. kurz zu Ostern – also gab es leider keine Einkehr.
Das alte Kraftwerk in Håverud durch die ehemalige Straßen-Klappbrücke gesehen
Zurück an den Fahrzeugen machten wir uns auf den weiteren kurzen Weg zu unserem heutigen Stellplatz. In Mellerud machten wir einen kurzen Zwischenstopp beim Coop wegen unserer speziellen Vorstellungen zum heutigen Abendessen. Wir kauften: Käse.
Der Übernachtungsplatz aus der Luft
Südöstlich von Brålanda bogen wir links von der Landstraße auf einen Wirtschaftsweg in den Wald ab, dem wir etwa 1,2 km zu einem üppig dimensionierten Wendehammer folgten. Diesen nutzten wir als Nachtquartier.
Der Wendehammer mitten im Wald bei Brålanda
Aufgrund des andauernden Schneefalls und weil wir draußen essen wollten, haben wir auf den Sprintern das „Sonnensegel“ von Ulf befestigt und noch eine Plane als Windschutz angebracht. Die Lichterkette sorgte noch zusätzlich für eine gemütliche Atmosphäre.
Die kleine Wagenburg bei kräftigem Schneefall.
Nach ein paar Drohnenflügen wurde der Hunger groß genug, so dass wir uns an die Vorbereitung des Abendessens machten: im Wesentlichen war dies Feuerholz spalten, Würstchen, Champignons und Paprika kleinschnippeln und Käse in dünne Scheiben schneiden.
Raclette war richtig lecker!
Wir hatten noch Brennholz – also konnten wir endlich das High Fire von Fennek mit der Raclette-Platte von Styyl einsetzen – alles nachhaltig in Deutschland designed und produziert.
Raclette ganz einsam im Wald bei Brålanda
Egal ob Raclette mit Wurst, Champignons, Paprika oder einfach nur Käse: es war wahnsinnig lecker!
Gemütlich auf der Lichtung
Leider war das Essen draußen bei Schneefall wahrscheinlich nicht unbedingt förderlich für Ulfs Gesundung – die Erkältung wurde schlimmer. Daher haben wir uns nicht länger draußen aufgehalten, sondern nach dem Essen alles wieder abgebaut (wie viel Schnee sammelt sich bitte nach so kurzer Zeit oben auf dem Sonnensegel?) und sind schlafen gegangen.
Nach einer sehr ruhigen Nacht auf der Wiese in Fåsås erkundeten wir in einem ausführlichen Spaziergang diese idyllische Wochenend-/Feriensiedlung.
Der Tag begrüßt uns in Fåsås mit absoluter Stille und blauem Himmel.
Teilweise schon recht verwahrloste oder komplett leere Grundstücke wechselten sich ab mit liebevoll gestalteten und gut gepflegten.
Ähnliche Blickrichtung wie gestern, aber heute mit blauem Himmel!
Was mag da im Sommer los sein, wenn Feriengäste uns womöglich auch haufenweise Wohnmobile dort stehen? wir haben uns definitiv den passenden Zeitpunkt ausgesucht, denn wir waren (fast) ganz alleine in der Siedlung – andere Menschen haben wir nur in einem einfahrenden Auto gesehen.
Fåsås hat eine sehr lange Geschichte – schon in der Antike gab es dort wohl Weiden und ab dem 14. Jahrhundert Bauernhöfe, die zumindest zur Weidezeit betrieben wurden. Heute ist es nicht mehr ständig bewohnt.
Weiter ging es dann auf im Wesentlichen schneefreien Straßen mit ungewohnt rötlichem Belag nach Sunne, wo wir uns auf dem dortigen Campingplatz für die Nacht einbuchten. Sunne lebt mit seinen etwa 5.000 Einwohnern heute hauptsächlich vom Tourismus und hier vom Wintersport mit Europas modernster Skilanglaufstation.
Auf der E45 zwischen Mora und Malung
Ein heftiges Kontrastprogramm ist unser heutiger Übernachtungsplatz: auch wenn wir gefühlt auf diesem Campingplatz die einzigen Gäste waren, handelte es sich hier um einen „richtigen“ Campingplatz – der obere Platzbereich ist von Dauercampern belegt, die dort ganzjährig ihre Wohnwagen stehen haben. Die regionale Bahnstrecke mit etwa einem Zugpaar pro Stunde verläuft mitten durch den Platz – etwa 40 m von unseren Stellplätzen entfernt. Dies störte allerdings nicht sehr.
Der Zug im Camper – auf dem Campingplatz in Sunne.
Mit Angela bin ich dann die gut zwei Kilometer zur Kirche in Sunne gelaufen. Die Kirche ist die größte Kirche der Provinz Värmland mit etwa 280.000 Einwohnern. Ältester Bestandteil ist das Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert, welches wir jedoch leider nicht in Augenschein nehmen konnten, weil die Kirche eine knappe halbe Stunde vor unserer Ankunft geschlossen wurde.
Die Kirche in Sunne. Ursprünglich erbaut im 12. Jahrhundert, nach Bränden 1333, 1699 und 1886 wiederaufgebaut.
Auf dem Rückweg von der Kirche haben wir einen Zwischenstopp im Coop eingelegt und durften auf dem Weg dorthin die Beschallung des Ortes durch die Dorfjugend genießen. Diese traf sich auf dem Parkplatz eines Grill-Imbiss an der Brücke im Ort mit Ihren „A-Traktoren“ – auf 30 km/h begrenzten Autos, meist alte umgebaute Volvos mit leistungsstarken Stereoanlagen und dem charakteristischen Warndreieck am Heck. In diesem Fall haben die Jugendlichen die Stadt mit lauter Musik beschallt – wir waren zunächst irritiert, da sich der Musik“genuss“ direkt an eine etwa gleich laute Ansage zur nächsten Zugverbindung des angrenzenden Bahnhofs anschloss 😉
Spuren des fast vergangenen Winters auf dem Pflaster in Sunne.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz kamen wir noch an der Skulptur der Schriftstellerin und Literatur-Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf (Nils Holgersson) vorbei, die etwas außerhalb des Stadtgebietes von Sunne im Herrenhaus Mårbacka geboren wurde und einen großen Teil ihres Lebens dort verbrachte.
Selma Lagerlöf
Wir sind dann wieder zurück zum Campingplatz gelaufen.
Küche und Gemeinschaftsraum auf diesem Campingplatz sind im Gegensatz zu den Plätzen in Lillhärdal und Gällivare nicht sonderlich schön oder gar liebevoll eingerichtet und reichlich in die Jahre gekommen. Grundsätzlich sinnvoll aber enervierend z. B. die mechanischen Zeitschaltuhren für die Herde und Steckdosen in der Küche: man fühlte sich umgeben von einer Handvoll zitierender Zeitbomben.
Campingplatz Sunne: zwischen Dauercampern und der Regionalbahn.
In Anbetracht des nicht perfekten Wetters zauberte Ulf Reis mit Paprika, Tomaten und kleingeschnittener Chorizo in der Küche und nicht im Freien. Lecker war es! Nach dem gemeinsamen Essen und einer Partie Tutto sind wir dann ab ins Bett.
Aufgewacht am Morgen und – es hat wirklich die Nacht über geschneit!
Schnee auf der Windschutzscheibe 🥰
Wir haben morgens noch Kaffee/Tee im Servicegebäude getrunken, da kam der Inhaber des Platzes und hat uns die Empfehlung gegeben, nicht nach Sveg und zur E45 zurückzufahren, sondern die direkte Strecke nach Älvdalen zu fahren. Die Strecke sei mit Allradfahrzeugen gut zu bewältigen und landschaftlich sehr reizvoll. Es könne allerdings sein, dass es durch den starken Schneefall auf der Höhe der Straße – immerhin fast 700 m über NN – bis zu 10 cm Schnee auf der Straße habe.
Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, es zu wagen.
Yoda passt ja auf uns auf, auch wenn er eine dicke Schneemütze aufgesetzt hat.
Yoda mit der Schneemütze
Was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt! Eine Reise durch das Winter-Wunderland! Was soll ich schreiben – schaut es Euch an!
Los geht’s auf die knapp 60 km Winter-WunderlandAuf der „Passhöhe“692 m über MeereshöheDie Reise durch’s Winter-Wunderland
Weiter geht’s – ab Älvdalen herrscht eine komplett andere Wetterbedingung – die Straßen sind frei („dank“ Salzstreuung) – nach Mora. Dort halten wir auf einem Parkplatz am Bahnhof, der erst ab 2 h Parkdauer kostet – pro weitere Stunde 2 SEK (18 €ct).
Von dort sind wir in die Stadt gelaufen, haben eine Kleinigkeit im ICA eingekauft und hatten Hunger – Frühstück fehlte bisher irgendwie. Das haben wir dann als Mittagsbuffet im „Kina & Thai Mora“ eingenommen.
Glockenturm von Mora, gebaut ab 1671, die Glocken wurden letztmals 1762 neu gegossen, original von 1484.
Dann sind wir wieder zu den Autos zurückgelaufen und nach Nusnäs weitergefahren, der Heimat der Dalapferde. Hier sind zwei Werkstätten, die diese Pferde herstellen. Die beiden haben wir besichtigt – Arbeitssicherheit wird hier nicht ganz so groß geschrieben. Die Staubbelastung in den Werkstätten vom Sägen und Schleifen der Holzpferde ist recht stark. Ein günstige Angelegenheit sind die Pferde nicht – somit durfte auch keines mit uns mitfahren. 60 cm Höhe – fast 3.000 €. Das Dalahäst ist laut Wikipedia das häufigste Souvenir, welches von Touristen in Schweden gekauft wird – alleine hier in Nusnäs im Wert von ca. 2,6 Mio. Euro jährlich. Bilder habe ich hier keine gemacht – daher hier ein Link
Der Stellplatz in Nusnäs war nicht nur nicht schön, ein Schotterparkplatz am See, sondern auch zu teuer mit 10 € für die Nacht ohne Toilette oder sonstige Services.
In der App Park4Night haben wir dann nach Alternativen gesucht – Ulf hat dann einen schönen Stellplatz in Fåsås gefunden. Der nette Betreiber hat sich direkt auf WhatsApp zurückgemeldet, sich mit uns 15 Minuten später an der Gaststätte Värdshus Mora Klocken getroffen und hat uns die 10 km bis zu seinem Grundstück geleitet.
Suchbild: Unsere Sprinter auf dem Stellplatz Fåsås mit dem See Siljan im Hintergrund
Fåsås sieht sehr nach einer idyllischen Wochenende-Siedlung aus – und da wir alleine dort standen, war es das auch. Wir haben dann noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald auf der Suche nach dem Elch gemacht, waren aber leider nicht erfolgreich.
Der „kleine“ Stellplatz – mit Plumpsklo, Sauna und Feuerstelle
Ulf war leider nicht so fit, daher haben wir das Abendessen gekürzt auf ein paar belegte Brotscheiben – außerdem hatten wir ja mittags bereits warmes Essen 🙂
Nach dem Aufstehen gemütlich fertig gemacht und dann langsam (Eisplatte!) losgefahren und direkt am Ortsausgang getankt.
Stehen auf der Eisplatte
Weiter geht’s in Richtung Östersund. Dort angekommen haben wir uns einen Parkplatz in der Stadt gesucht und sind ein wenig durch die Fußgängerzone gelaufen, bis wir einen ICA gefunden haben und ein paar Kleinigkeiten zum Frühstück gekauft haben.
Weiter sind wir zum Bootshafen gelaufen, wo Vorbereitungen für ein Fest und Eishockeyspiel auf dem See getroffen wurden.
Feuerstelle auf dem See.
Ein bisschen irritierend, dass man über eine 5 m lange Aluminiumbrücke gehen muss, um tragfähiges Eis zu erreichen – direkt am Ufer ist es zu weich und dünn.
Da es ziemlich geschneit hat, sind wir wieder zu den Autos zurück und weiter Richtung Süden gefahren.
Ein kurzer Stopp am Rande von Östersund im Coop nutzen wir, um die benötigten Lebensmittel für das Abendessen zu kaufen.
Die Straßenverhältnisse waren nicht zu schlecht, so dass wir die Tagesstrecke nach einem weiteren Tankstopp in Sveg gut hinter uns brachten.
Zwischen Sveg und Lillhärdal
Angekommen in Lillhärdals Camping haben wir zunächst beraten, ob wir wirklich auf den tief verschneiten Platz fahren sollen – sollte aber kein Problem sein, dort auch wieder weg zu kommen.
Lillhärdals Camping
Der Campingplatz hat wirklich einen schönen Gemeinschaftsraum, eine funktionale Küche – klasse!
Ulf hat uns mit dem Rentierhack aus Arvidsjaur Klasse Burger-Patties gebraten, so dass wir uns sehr lecker und seeehr satt gegessen haben.
Das ist Camping 😂
Ich habe nach dem Essen noch einige Stunden Reisebericht geschrieben, die Angela und Ulf sind Duschen gegangen und dann ins Bett.
Heute haben wir es ruhig angehen lassen – nachts ist es kalt geworden und die Eisplatte, auf der wir standen, ist nicht weniger glatt geworden. Also sicherheitshalber warten, bis der Betreiber mit seinem großen Volvo Radlader das Eis etwas angekratzt und damit griffiger gemacht hat.
Stehen auf der Eisplatte
Nach der Radlader-Aktion war der etwas steile Anstieg von den Stellplätzen zur Rezeption mit unseren Allradlern kein Problem.
Dort haben wir noch ein Heißgetränk zu uns genommen und uns dann auf den Weg nach Strömsund gemacht.
Auf dem Weg nach Strömsund
Dort angekommen sind wir vom Stellplatz – ebenfalls auf einer riesigen Eisplatte – zum Supermarkt gelaufen und haben ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Nach ein bisschen Sonnen zwischen den Fahrzeugen sind wir wieder in die Stadt gelaufen und haben im chinesischen Restaurant „Kina“ gegessen.
Wieder zurück im Auto gab’s zunächst ein leckeres Daim-Eis. Danach haben wir einige Runden „Tutto“ gespielt und sind dann ins Bett gegangen.
Auch die Nacht war warm – es bilden sich Eiszapfen an den Fahrzeugen.
Eiszapfen
Gegen 09:00 Uhr sind wir bereits auf dem Weg nach Süden bei leider etwas trübem Wetter.
Richtung Süden
Gegen 13:00 Uhr kamen wir auf unserem heutigen Campingplatz Kolgårdens Stugby & Camping an – in der Nähe von Vilhelmina am See Volgsjön.
Der Platz hat direkt am Ufer des Sees liegende Stellplätze und eine schöne Grillhütte. Das mussten wir nutzen und haben gleich mal ein Feuerchen gemacht.
Wo hört der Stellplatz auf und fängt der See an?
Dann sind wir – leider größtenteils der Straße entlang – zu Bergmans Fisk Och Vilt gelaufen, eine Empfehlung der netten Rezeptionistin vom Kraja Camping in Arjeplog. Leider hatten wir noch keinen Hunger, so dass uns diesmal der empfohlene Lachs-Döner entging.
Zurück auf dem Campingplatz haben wir das Feuerchen wieder angefacht und somit die Grillstelle für das Abendessen vorbereitet: Rentierbratwurst, ein bisschen Falun-Wurst, schwarze Bohnen, Paprika, Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln und vieeeele Gewürze. Lecker!
Mamas Weihnachtsbaum musste auch dran glauben …Feuerholz holenGute Glut vorbereitenAuch die Lichterkette ist bereitEin schönes FeuerchenEssen ist bald fertigSieht es nicht gut aus?Ein Feuerchen nach dem Essen
Spät Aufstehen und los geht’s auf einen kleinen Spaziergang um die Kirche und zu einem Kakao im Arjeplog Vilt & Kafé.
Blick von der Stadt über den Sälla zum CampingplatzHier werden ein paar Schneereste von der winterlichen Schneeräumung entsorgt …Die Kirche – wer hat sich bloß diese Farbe ausgesucht?Es taut ein wenig.Impressionen vom Morgenspaziergang
Nach dem mit einem kleinen Einkauf im Coop und dann natürlich Lachs im 24 h Selbstbedienungsladen „Blyuddens Deli“ kehren wir zum Campingplatz zurück und frühstücken erstmal …
Frühstück in der warmen Sonne auf dem Kraja Camping
Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Hotel Silverhatten auf dem kleinen Berg bei Arjeplog.
Dort angekommen gab’s einen weiteren Kakao bei wunderbarer Aussicht und wahnsinnig guter Fernsicht.
Die Kirche bei anderem Licht ein paar Stunden späterDer Gáldesbuovdda mit 800 m GipfelhöheDer Gáldesbuovdda mit einem Erlkönig im Vordergrund.Die Schule in Arjeplog mit einem 124er im Vordergrund – der erste Mercedes, den ich selbst fahren durfte 😀Der VaukaseletIm Wald unterhalb des Hotel SilverhattenBlick vom Silverhatten zum GáldesbuovddaAm SilverhattenSonnenuntergang im Wald
Wieder zurück auf dem Campingplatz kochte Ulf uns Pellkartoffeln und machte eine leckere Remoulade zum Lachs und den Kartoffeln.
Gravad und geräucherter Lachs
Auch an diesem Abend wurden wir wieder mit Polarlichtern verwöhnt – diesmal allerdings zwei Stunden früher als gestern 🙂
Um 8:35 Uhr machen wir uns auf den recht langen Weg nach Arjeplog bei nicht ganz optimalen Straßenverhältnissen.
Straßenverhältnisse suboptimal
Gegen 10 h scheint die Sonne ihren Kampf gegen den Dunst so langsam ein wenig erfolgreicher zu führen als in der vergangenen Stunde.
Gegen 10 vor Jokkmokk
Am Polarkreis wurde dann pünktlich der blaue Himmel eingeschaltet, so dass wir die obligatorischen Fotos machen konnten.
Zum Parkplatz am Polarkreis bei Jokkmokk an der E45Das Autole am Polarkreis
Keine lange Pause – wir haben noch ein ganzes Stück Straße vor uns und wer weiß, wie das Wetter wird?!
Außerdem ruft die Afrodite in Arvidsjaur zum Mittagessen!
Sprinter vor der Afrodite
Wir haben alle drei das Gleiche gegessen: Souvlaki von Ren und Elch – lecker!
Ren und Elch 😋
Nach der Stärkung sind wir zur Rentierschlachterei Njálgies in Arvidsjaur gefahren und haben uns mit allerlei Leckereien eingedeckt: Rentierbratwurst und Rentier-Hackfleisch.
Auf dem Weg durch Arvidsjaur hat uns auch die dortige Webcam erfasst
Weiter ging’s nach Arjeplog, wo wir eine gute Stunde vor Sonnenuntergang ankamen. Mein Autole hatte ein kleines Problem mit dem Grauwasserventil, so dass ich ein wenig abdichten musste, was dank der trockenen, dicken Eisplatte, auf der wir standen, ohne allzuviel eingesauter Klamotten ablief.
Rumwurschteln unterm Auto
Abends hatten wir nach dem reichhaltigen Mittgessen in der Afrodite keinen großen Hunger mehr und haben nur noch ein klein wenig in der Küche des Campingplatzes gesnackt.
Martin, der gerade in Arjeplog zur Wintererprobung weilte und im Hotel am Campingplatz wohnte, kam noch auf einen Plausch vorbei – klasse!
Als wir uns dann abends verabschiedet haben und vor die Tür traten, wurden wir für den langen Tag noch belohnt: Polarlichter!
Polarlichter über Arjeplog
Um kurz nach 23 Uhr ging es dann endlich ins Bett.
Heute legen wir eine Pause vom Fahren ein. Doch zunächst repariert Ulf die gestern leicht angeschlagene Dachbox.
Dachbox-Reparatur
Wir laufen vom Campingplatz zum Bahnhof und steigen dort in den Bus No. 1 nach Dundret.
Dundret Skigebiet
Dort angekommen haben wir erstmal die für unsere Verhältnisse unglaublich leeren Skipisten bewundert.
Ski hatten wir keine dabei, also machten wir uns zu Fuß auf den Weg in den Wald – ohne eine genaue Ahnung zu haben, wo uns der Weg hinführen wird.
Kleine Wanderung
Es ging entlang einer Schneemobilspur, stellenweise recht steil durch den Wald den Berg hinauf.
Bevor aus dem Weg jedoch ein Trampelpfad zum Gipfel wurde, auf dem man stellenweise bis über die Knie im Schnee einsank, sind wir der Schneemobilspur wieder in Richtung Tal gefolgt.
Wieder am Ausgangspunkt angekommen entschieden wir uns, auch den Rückweg zum Campingplatz zu Fuß zurückzulegen, denn der Bus fuhr nur jede Stunde und war gerade vor ein paar Minuten abgefahren.
Ausblick auf das Wohngebiet Dundret
Auf dem Weg haben wir noch im ICA eingekauft, um für das Abendessen ausreichend gewappnet zu sein. Da wir auch keine Verpflegung mit uns hatten, gab es im ICA auch für jeden erst mal eine Banane 😀
Im Servicehaus vom Campingplatz kochte uns Ulf dann eine sehr leckere Kartoffel-Lauch-Suppe.
Köstliche Kartoffel-Lauch-Suppe mit Stückchen der Falun-Wurst 😋
Gut gesättigt ging es dann nach einer Runde „Tutto“-Würfeln und Aufräumen ins Bett.